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6. März 2011 / markushaenni

Approach zu Kornkreisen

Naturwissenschaftlicher Approach

Angewandte Gruppentheorie; so heißt das mathematische Werkzeug, das man benötigt, um Symmetrien verdeutlichen zu können. Da Kornkreise eine exakte Symmetrie aufweisen, versuchen wir sie einmal mittels Symmetriebrechung (Bestandteil der Gruppentheorie) zu erläutern.

Beispiel: Die Krone des Milchtropfens
Lässt man einen Milchtropfen auf den Boden fallen, so bildet sich nach dem Aufschlag auf der Oberfläche für Sekundenbruchteile so etwas Ähnliches wie eine 24-zackige Krone (48 Drehungen möglich). Vergleichbares kann man auch bei anderen Flüssigkeiten beobachten. Je nach Konsistenz fällt die Reaktion anders aus. Wichtig für den Vergleich mit den Kornkreisen resp. mit den Kornkreisfeldern ist, dass ein Milchtropfen hochsymmetrisch ist. Man kann ihn jederzeit um die vertikale Fallachse mit beliebigem Winkel drehen oder an allen Ebenen durch die Achse spiegeln. Der Tropfen bleibt also unter unendlich vielen solchen Operationen unverändert. Dies ist das Prinzip der so genannten Symmetriebrechung resp. Symmetriereduktion.

Das Prinzip der Symmetriereduktion lässt sich unendlich vielerorts beobachten

  1. z.B. in der Astrophysik, bei der Entwicklung von Nebeln zu Spiralnebeln.
  2. Zuhause beim Kochen, wo sich im Öl beim Erhitzen regelmäßige, wabenförmige Muster bilden.
  3. Oder wenn es schneit: Wissen Sie wie viele Schneearten es gibt? Fakt ist: Je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Zeit und Dampfdruck (das ist der Anteil des Luftdruckes, den der gasförmige Wasserdampf ausmacht), formt sich die Gestalt der Schneeflocke. Wobei die Eiskristalle Schneeflocken fast immer 6-eckig oder 6-kantig mit einem 60° Winkel zwischen den Ästen sind, weil sich die Wassermoleküle im Winkel von 120° anordnen. Je näher die Temperatur an -15°C heran kommt und die Feuchtigkeit noch relativ hoch ist, desto komplizierter und schöner formen sie sich die Schneeflocken.
  4. Bergkristalle; (fester, regelmäßig geformter, von ebenen Flächen begrenzter Körper), die sich über Jahrhunderte im Erdinneren durch Kristallisation bilden, haben größtenteils wie die Schneeflocken, ebenfalls 6 Kanten.

Wie kommt das?

Die Anordnung der Bausteine (Atome, Moleküle und Ionen) sind raumgitterartig, d.h. in einer regelmäßigen, räumlichen Struktur anzutreffen. Es gibt unendlich viele solche Beispiele mit einer aufweisenden Symmetrie.

Die vorgefundenen Muster im Getreide sind immer symmetrisch (außer es handelt sich um eine Imitation). Ihre Symmetrie ist in den meisten Fällen sehr einfach, die des Kornfeldes dagegen hochgradig. Mit den modernen Produktionsmethoden stehen die Getreidehalme in einem Feld immer im gleichen Abstand zueinander, wachsen gleich hoch und dies auf einer fast unendlichen Fläche. So betrachtet hat ein großes Kornfeld praktisch die Symmetrie einer unendlichen Ebene (wie es z.B. ein Schneefeld auch hat). D.h., durch die modernen (exakten und schnellen) Produktionsmethoden werden nicht nur die Flächen (Felder) immer größer, sondern auch die Symmetrien der Felder selbst werden immer exakter. Was eine mögliche Erklärung dafür sein könnte, weshalb die Komplexität der Kornkreisgebilde laufend zunimmt. Sämtliche Verschiebungen, Drehungen und Geradespiegelungen lassen die Ebene unverändert. Der Beweis für diese Theorie ist wohl, dass während eines Jahres in Süd-England der Wind und der Regen die Felder so zersauste, dass während diesem Jahr kaum Kornkreise entstanden, da die nötige Symmetrie nicht mehr vorhanden war. Hingegen sind in einem für Süd-England heißen und schönen Jahr sehr viele komplexe Kornkreise entstanden. Diese Parallele mag überzeugen, doch die Frage, wie Kornkreise nun entstehen, ist damit noch nicht geklärt. Dass ein Milchtropfen beim Aufprall etwas auslöst oder Öl in der Pfanne bei Hitzeentwicklung die Struktur verändert, scheint nachvollziehbar. Aber warum sollen sich Getreidehalme symmetrisch ablegen?

Hierzu braucht es meines Erachtens immer eine atmosphärische Störung, wie z.B. ein Gewitter oder ein Nieselregen etc. In Sachbüchern entnimmt man, dass es vor mancher Entdeckung eines neu gebildeten Kornkreises ein Gewitter gegeben hat. So auch im Sommer 2004, als ich in der Nähe von Konolfingen einen Kornreis besuchte, berichtete mir der dortige Bauer von einem Gewitter in der Nacht der Entstehung.

Es muss eine gewaltige Menge von elektromagnetischen Feldern (magnetische Störungen können einen Licht- resp. Toneffekt hervorrufen) freigesetzt werden, was die Beobachtungen von Augenzeugen erklären würden, die sich während des Entstehens eines Kornkreises in der Nähe des betreffenden Feldes aufhielten. Sie berichteten z.B. über eine Art fliegende, leuchtende Mondkugel, die sie über dem Kornfeld beobachten konnten. Oder über ein blauweißes, helles Licht, welches im Kornfeld deutlich zu erkennen war. Blitzeinschläge wurden auch gesichtet. Schallphänomene wurden in der Art eines Sirrtons mit sehr kurzen Intervallen gehört. Spielt bei diesen Phänomenen die Magnetosphäre (Teil der die Erde umgebenden Atmosphäre, in dem die Elektronen und Ionen durch das Magnetfeld der Erde beeinflusst werden) mit? Oder sind besonders starke Erdstrahlen an den Orten, an denen Kornkreise auftreten unerlässlich, wie dies Leute der Radiästhesie berichten?

Interessante Erscheinungen, welche mit Einwirkung von Magnetfeldern zustande kommen.

Sonne und Magnetfelder

Magnetische Störungen, d.h. zeitliche Änderungen des magnetischen Erdfeldes, die vor allem durch die von der Sonne einfallende Korpuskularstrahlung (Plasma) verursacht werden. Die Teilchen fliegen im Erdmagnetfeld vorwiegend zu den Magnetpolen und verursachen durch Induktion eine rasche zeitliche Änderung des Magnetfeldes. Bei stärkerer Sonnentätigkeit werden besonders viele Korpuskeln ausgeschleudert, die in den Polarregionen die Luft ionisieren, zum Leuchten erregen (Polarlicht) und magnetische Stürme, d.h. starke magnetische Störungen verursachen. Der Kurzwellenverkehr kann durch sie kurzzeitig völlig lahm gelegt werden.

Erde und Magnetfelder

Vor 30’000 Jahren hätte die Inklinationsnadel des Kompasses nach Süden gezeigt, und das könnte auch irgendwann wieder der Fall sein. Diese Umpolung hängt mit Prozessen zusammen, die sich tief im Erdinnern (Erdmantel) abspielen. Die Erde erzeugt ein riesiges, von Süden nach Norden ausgerichtetes Magnetfeld. Verantwortlich dafür sind Elektronenströmungen im glutflüssigen Erdinneren. Durch das zusammenballen von magnetisierten Atomen, formieren sich die Elektronen alle in einer Richtung und erzeugen so ein gut erkennbares Magnetfeld.

Als der Bauer von Konolfingen den Kornkreis entdeckte und betrat, sah er, dass die Strohhalme alle in der Höhe von 5 cm kreisförmig und absolut symmetrisch im Uhrzeigersinn geknickt waren. Ebenfalls sah er, dass die Ähren des geknickten Korns schwarz waren (magnetische Verfärbungen?).

Das sind Erscheinungen, welche durch Einwirkung von magnetischen Einflüssen hervorgerufen werden können. Auch die Verfärbungen der Ähren wurde möglicherweise durch magnetische Einwirkung verursacht. Laut einer Untersuchung von Ähren, welche in Süd-England von einem Kornkreis entnommen worden sind, ist von einer sehr raschen und kurzzeitigen Erhitzung der Flüssigkeit in den Zellen auszugehen. Bei blitzartigem Temperaturanstieg schwellen die Zellen an. Die Zellwände werden zur Ausdehnung gezwungen. Zellen von Versuchspflanzen, die ein Pflanzenphysiologe der Strahlung in einem Mikrowellenherd aussetzte, zeigten unter dem Mikroskop ähnliche Symptome, wie die Proben aus dem Kornkreis. Dies war jedoch nur eine von mehreren auffälligen Anomalien.

Die Frage, die übrig bleibt, ist: Warum?
Was geschieht resp. was läuft bei diesen astronomischen Störungen genau ab, damit ein Kornkreis entsteht? Welche Komponente sind alle mit im Spiel? Sind wir in der Lage, ein Modell zu kreieren, mit dem wir dieses Phänomen veranschaulichen können? Warum sind die Kornkreise so verschieden? Etwa weil keine atmosphärische Störung der anderen gleicht?

Einen Anfang für das “Warum“ zu erforschen, wäre die Größe eines Kornkreises im Verhältnis zur Größe des betreffenden Kornfeldes zu untersuchen/bestimmen. Ev. sind hier Parallelen zu erkennen.

Nicht alles, was wir in unserem natürlichen Umfeld erleben und nicht gleich erklären können, ist durch Geisterhand zum Entstehen gebracht worden. Obschon uns so viele Dinge paranormal vorkommen mögen. Die schnelle Behauptung, Kornkreise würden von außerirdischen Lebewesen erbaut, ist ein psychologisches Phänomen des menschlichen Lebewesens, möglichst schnell und einfach eine Lösung für sich bereit zu haben. Es stört uns, wenn wir eine existierende Tatsache nicht erklären können.

Markus Hänni (Sommer 2004)

Der Kornkreis bei Konolfingen zog Hunderte von Schaulustigen an,die sich
dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollen. Es kam mir vor,
als sie ein Kornkreis-Fieber ausgerochen.

Weitere Fotos sowie einen Film zum Kornkreis bei Konolfingen finden Sie hier:

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