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5. April 2011 / markushaenni

Sport

Sport bei Mukoviszidose

Mukoviszidose-Betroffene profitieren von Bewegung, Spiel und Sport. Auch wissenschaftliche Untersuchungen widmen sich immer häufiger der Frage, ob durch sportliche Aktivitäten möglicherweise das Fortschreiten der Lungenschädigung verlangsamt werden kann. In einigen Trainingsstudien konnte gezeigt werden, dass sich während eines konsequenten körperlichen Trainings die Lungenfunktionswerte weniger verschlechterten als bei Patienten, die im selben Zeitraum nicht trainiert hatten. Sport hat nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lungenfunktion verbessert, sondern wirkte sich auch positiv auf das Selbstwertgefühl der von Mukoviszidose Betroffenen aus.

Warum sich Sport positiv auf den Krankheitsverlauf bei Mukoviszidose auswirkt, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Zum einen könnte die körperliche Bewegung die Sekretmobilisation deutlich verbessern, zum anderen könnte der positive Effekt durch einen direkten Einfluss auf die pathologischen Salztransportvorgänge bedingt sein, wie eine neuere wissenschaftliche Untersuchung zeigen konnte.

Das wichtigste ist: Spaß am Sport

Nach dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten alle Mukoviszidose-Patienten körperlich aktiv sein, sich regelmäßig bewegen und Spiel und Sport treiben, jedoch bestehen noch viele Unklarheiten, in welcher Form und in welchem Ausmaß. Nachgewiesen werden konnte, dass sich Ausdauertraining von mindestens drei mal dreißig Minuten Sport pro Woche positiv auf die Lungenfunktion auswirkt, auch bestehen Hinweise auf eine Verringerung von pulmonaler Überblähung durch Krafttraining. Besonders wichtig scheint jedoch, schon früh den Spaß an körperlicher Aktivität zu wecken und damit das psychische Wohlbefinden zu erhöhen.

Fragen Sie vor Beginn eines Sportprogramms ihren Arzt

Wenn Mukoviszidose-Patienten sportliche Aktivitäten ausüben, bestehen jedoch auch einige Risiken, beispielsweise die Sauerstoffuntersättigung bei stärkerer Belastung oder die Austrocknung durch den erhöhten Salzverlust. Die Risiken des Sports betreffen vor allem Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium. Es wird empfohlen, vor Beginn eines Sportprogramms mit dem zuständigen Arzt der Mukoviszidose-Einrichtung und erfahrenen Sporttherapeuten oder Physiotherapeuten Kontakt aufzunehmen, um die individuellen Risiken durchzusprechen. Besonders bei Mukoviszidose-Betroffenen mit eingeschränkter Lungenfunktion (FEV1 unter 70 Prozent des Sollwertes) ist vor Ausübung von Sport eine spiroergometrische Belastungsuntersuchung unerlässlich, um mögliche gesundheitsgefährdende Risiken zu erkennen und eine individuelle Trainingsempfehlung geben zu können. Wichtig ist es auch, ein körperliches Training, und vor allem ein Krafttraining, nur unter Anleitung zu beginnen, um Risiken zu vermeiden.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis Sport.

Quelle: muko.info

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