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6. April 2011 / markushaenni

Ernährung

Die Ernährungstherapie bei Mukoviszidose

Die Ernährungstherapie ist neben der Physiotherapie und der medikamentösen Behandlung eine gleichwertige Säule des Behandlungskonzepts bei Mukoviszidose.

Aufgrund einer gestörten Energiebilanz entsteht häufig eine Mangelernährung. Es besteht ein Missverhältnis zwischen vermehrtem Energiebedarf und erhöhten Verlusten einerseits und einer zu geringen Energiezufuhr andererseits. Die Energiezufuhr muss sich an dem individuellen Bedarf orientieren, der von der körperlichen Aktivität und der Krankheitssituation abhängt und von Person zu Person unterschiedlich hoch liegt. Vorrangiges Ziel der Ernährungstherapie ist ein guter Ernährungsstatus, der mit einer Verbesserung der Lebenserwartung und Lebensqualität einhergeht.

Es gibt keine Ernährungseinschränkungen im Sinne von Verzicht. Lediglich auf individuelle Lebensmittelunverträglichkeiten ist zu achten.

Ausgewogene, vollwertige Ernährung

Kein einziges Lebensmittel liefert alle Nährstoffe, die wir zum Leben brauchen. Um eine ausreichende Zufuhr aller Nährstoffe zu gewährleisten, muss die Kost gut gemischt sein. Die Grundnahrungsmittel werden in sieben Gruppen eingeteilt, wie die Ernährungspyramide zeigt. Eine ideale ausgewogene Ernährung enthält täglich Lebensmittel aus allen Gruppen.

Je breiter die Gruppe, desto mehr Lebensmittel sollten aus dieser Gruppe ausgewählt werden. Verschlechtert sich der Ernährungszustand, dann öffnet sich die Schere zugunsten von fett- und eiweißreichen Lebensmitteln. Die Kost wird dadurch energiereicher.

Trinken

Für Patienten mit Mukoviszidose ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Die Wasserverluste über vermehrtes Schwitzen, dünne Stühle und Atmung sind höher als bei Stoffwechselgesunden. Die Trinkmenge pro Tag sollte 2-3 Liter betragen.

Salzverlust

Der Salzgehalt des Schweißes bei Mukoviszidose-Kranken ist auf das Mehrfache der Norm erhöht. In den heißen Sommermonaten, bei körperlicher Anstrengung oder bei Fieber kann es zu einem hohen Verlust an Salz kommen, der über die Nahrung ausgeglichen werden muss.

Dies ist insbesondere bei Säuglingen zu beachten, da Muttermilch und die handelsübliche Säuglingsnahrung sehr salzarm sind.

Enzymgabe

Bei nachgewiesener Funktionsschwäche der Bauchspeicheldrüse müssen Enzympräparate zu den Mahlzeiten genommen werden. Diese enthalten Enzyme für die Verdauung von Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett. Die Enzymdosierung richtet sich nach dem Fettgehalt der Nahrung, das heißt, je fetter eine Mahlzeit, desto mehr Enzyme werden benötigt: pro Gramm Nahrungsfett rund 1.000 – 3.000 IE Lipase (fettspaltendes Enzym).

Informationen zum AK Ernährung.

Quelle: muko.info

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