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6. April 2011 / markushaenni

Inhalationstherapie

Inhalationstherapie

Die Inhalation hat bei der therapeutischen Behandlung von Mukoviszidose-Patienten einen hohen Stellenwert. Die Inhalationstherapie ist seit Jahrzehnten üblich und gewinnt mit der Zeit immer mehr an Bedeutung, da es immer mehr Anwendungsmöglichkeiten gibt. Anfangs diente die Inhalationstherapie hauptsächlich dazu, den zähen Schleim in den Atemwegen zu lösen, damit ihn die Betroffenen leichter abhusten können. Neuerdings nutzt man die Inhalation verstärkt dazu, Medikamente zu verabreichen, da lungenwirksame Medikamente so auf direktem Wege an den Ort des Geschehens gelangen. Entsprechend der unterschiedlichen Therapieziele gibt es auch verschiedene „inhalative“ Substanzen, die Mukoviszidose-Patienten inhalieren können.

Die wichtigsten inhalativen Substanzen:

Schleimlösende Substanzen:

Dazu gehören DNAse, Kochsalzlösung (0,9% und 3-6%) und N-Acetylcystein. Alle drei Substanzen sowie die in der Inhalationslösung enthaltene Flüssigkeit dienen dazu, den zähen Schleim zu verflüssigen, indem sie das Grundgerüst des Schleims „knacken“. Den flüssigeren Schleim können die Betroffenen leichter abhusten. Am effektivsten ist die Inhalation von schleimlösenden Substanzen in Kombination mit einer Physiotherapie.

Bronchienerweiternde Substanzen:

Diese Substanzen (ß-Sympathomimetika) wirken ganz gezielt auf Rezeptoren im Bronchialbereich und übermitteln dort ein Signal an die Zellen. Das führt dazu, dass sich die Bronchien erweitern, indem bestimmte Muskelzellen erschlaffen. Bronchodilatatoren sind als typisches Asthma-Medikament bekannt. Bei Mukoviszidose-Patienten setzt man Bronchodilatatoren in akuten Fällen oder langzeitig bei einer Verengung der Bronchien ein oder aber als unmittelbare Vorbereitung einer Inhalationstherapie, um die Atemwege für die zu inhalierenden Substanzen zu „öffnen“.

Entzündungshemmende Substanzen:

Die im Schleim angesiedelten Bakterien lösen im Körper eine Abwehrreaktion hervor. Diese Abwehrreaktion führt zu einer Entzündung im betroffenen Organ, die schließlich zu einer Zerstörung der Zellen führen kann und im Falle der Lunge in einer Verschlechterung der Lungenfunktion resultiert. Entzündungshemmende Substanzen beeinflussen diese körpereigene Abwehrreaktion. Sie wirken entzündungshemmend.

Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionen der Lunge:

Durch die Inhalation gelangt eine sehr hohe Antibiotika-Dosis in die Lunge, ohne den gesamten Organismus zu belasten. Es gibt inhalative Antibiotika zur Bekämpfung von Pseudomonas aeruginosa Infektionen (Tobramycin, Colistin). Jedoch sind nicht alle verfügbaren und wirksamen Antibiotika für die Inhalation geeignet.

Druckfrisch

Europäischer Konsensus
zur Inhalationstherapie
bei Mukoviszidose

Eine Zusammenfassung finden Sie hier

Quelle: muko.info

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